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Papageien- und Sittichzucht S. Kiefer
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Aspergillose

5.1 Aspergillose

 

5.1.1 Erreger

 

Pilzinfektion beim Vogel werden laut überwiegend durch die allgegenwärtigen Aspergillus Gattungen verursacht. Diese Tatsache brachte der Pilzinfektion beim Ziervogel auch ihren Namen Aspergillose ein. Besonders zu erwähnen sind die Arten Aspergillus fumigatus, Aspergillus flavus und Aspergillus niger, aber auch Mucor sp. und Penicillium sp..

 

5.1.2 Ansteckung

 

Die Infektion mit den Pilzen erfolgt über die oberen Atemwege, von wo aus sie in die Atmungsorgane: obere Luftwege, Lunge und Luftsäcke des Vogels gelangen und sich vermehren. Dort bilden sich je nach Fall Verwachsungen und Verdickungen (Pilzrasen), käsige Knötchen (Pilzgranulome) oder einfach eine Verdichtung des Lungengewebes. Je nach Sitz der Granulome kann es zu Komplikationen wie z.B. plötzlichem Erstickungstod, durch Überdehnen der hinteren Luftsäcke bei erschwertem Ausatmen.

Allerdings erkranken längst nicht alle Tiere die dem Pilz ausgesetzt sind. Bei einer optimalen Haltung wird es kaum zu einer Infektion kommen.

 

5.1.3 Symptome

 

Trotz oben angedeuteter Komplikationen sind plötzliche Todesfälle sehr selten. Meist sei der Vogel schon über längere Zeit teilnahmslos, schwach und abgemagert, weitere Anzeichen sind glanzloses sowie gesträubtes Gefieder. Schweregrad aller Symptome ist stark abhängig von Lokalisation und Schweregrad der Erkrankung.

Da Pilze im Körper Gifte, die so genannten Mykotoxine ausscheiden, kann es auch zu zentralnervösen Symptomen wie epileptiforme Anfälle oder Zittern, Störungen der Verdauung beispielsweise Durchfall, Fressunlust, Würgen oder Erbrechen kommen. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Schädigung der Leber, der Nieren und des Herzens.

Die oft charakteristisch beschriebenen Atemprobleme, treten oft erst bei fortgeschrittener Erkrankung auf. Typische Atemproblematik ist hiernach eine Erhöhung der Atemfrequenz und der Atemtiefe, das Auftreten von Atemgeräuschen oder Niesen. Oft ist auch eine Atmung bei geöffnetem Schnabel und gestrecktem Kopf, Backenblasen und atemsynchrones Schwanzwippen zu beobachten. Bei Lokalisation im Syrinx (die Stelle wo sich die Luftröhre in zwei Hauptbronchien teilt) kann es auch zur Veränderung oder dem Verlust der Stimme kommen. Im Bereich der Nasenlöcher kann es auch zu einer Verstopfung dieser, sowie einer Zerstörung des umliegenden Schnabelgewebes kommen. Es gibt aber auch Ausnahmefälle, bei denen sich Schimmelpilze auf anderen Organen wie Haut, Augen oder Gehirn ansiedeln.

 

5.1.4 Diagnostik

 

wichtigstes Hilfsmittel zur Diagnoseerstellung ist die Röntgendiagnostik. Auf einem Röntgenbild kann man die Veränderungen am lebenden Tier sichtbar machen. Ein Teil dieser Veränderungen (Luftsäcke und hinterer Rand der Lunge) sind auch über eine Endoskopie zu sehen. Abstriche aus Luftröhre sowie Blutuntersuchungen helfen sich ein Bild über das gesamte Ausmaß der Erkrankung zu machen.

 

 

5.1.5 Therapie

 

Die Therapie der Aspergillose erfolgt in vier Schritte, da es bei dieser Erkrankung keine Pauschaltherapie gibt. Behandlung sowie Dosierung müssen an den jeweiligen Verlauf angepasst werden. Generell lässt sich aber behaupten, dass die Behandlung langwieriger als beispielsweise bei bakteriellen Infektionen ist, und auch öfter wiederholte werden muss.

„4 Schritt Programm:

1.            Die Verbesserung der Haltungsbedingungen: Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, saubere Atemluft, Verminderung der Pilzsporenbelastung soweit als möglich und eine vielseitige, vitaminreiche Ernährung, am besten in Form von Pellets.

2.            Inhalationstherapie: Die Inhalation kann gut zu Hause vorgenommen werden, mittels eines Ultraschall Kaltverneblers (Inhalierboy) aus der Apotheke

3.            Orale Eingabe von Medikamenten direkt in den Schnabel bzw. über das Futter gestreut. Auf jeden Fall sollte sichergestellt sein, dass der Vogel die angegebene Medikation aufnimmt. Diese Behandlung erstreckt sich in der Regel über 4 Wochen, unter Umständen ist auch eine 4wöchige Verlängerung nach zwei Wochen Pause möglich.

4.            Stationäre Behandlung bei schweren Fällen z.B. wenn schon die Nahrungsaufnahme eingestellt ist. In diesen Fällen sind meist Infusionen, Zwangsernährung und Medikamente per Injektion notwendig, da Vögel keinerlei Reserven für eine Krankheit in der sie nicht fressen zu überstehen.

Durch die Behandlung werden die Pilze abgetötet, sind jedoch immer noch vorhanden und müssen vom Vogelorganismus selbst abgebaut werden. Daher benötigen sowohl Behandlung als auch Besserung viel Zeit. Bei fortgeschrittenen Fällen, bei denen bereits andere Organe geschädigt wurden sind zusätzlich begleitende Therapien notwendig. Auch nach der „Heilung“ besteht jederzeit das Risiko einer neuen Erkrankung.“ (Dr. Wolfgang Wettengl)

 

5.1.6 Prävention

 

Bei der Aspergillose handelt es sich um eine Faktorenerkrankung, bei der die individuelle Auffälligkeit des Vogels eine große Rolle spielt. Entscheidender Faktor ist die Einhaltung einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 60%, was eine Austrocknung der Schleimhäute verhindert, auch Stressvermeidung, Vitamingaben (insbesondere Vit. A), gute Luft, viel Licht uns ausreichende Bewegung im Freiflug sind Faktoren die der Aspergillose entgegenwirken. Auch auf die Ernährung sollte man achten, da die meisten Aspergillose Infektionen auf diesem Wege stattfinden. Insbesondere Erdnüsse sind stark mit Pilzsporen belastet und sollten daher wenn überhaupt nur geschält und in geringen Mengen gegeben werden. Aber auch in den handelsüblichen Körnermischungen sind Pilzsporen enthalten, daher empfiehlt sich die Umstellung auf extrudiertes Futter (Pellets), oder wenigstens auf höchste Qualität bei den Körnern zu achten.


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